Kunstgalerie Holasek - kunst.modern.antik
 

Karin Ganatschnig

"Ich befinde mich jeden Tag an einem anderen Ort, in einem anderen Land,
bin eine Zeitreisende des 21. Jahrhunderts"

lebende Salzburger Künstlerin
Geboren am 12.März 1969 in Tamsweg / Lungau / Österreich

Die Künstlerin lebt mit ihrem Mann und den beiden Söhnen in St.Margarethen im Lungau.
Seit 1996 zahlreiche Ausstellungen im In - und Ausland.
Die Werke sind in vielen Galerien, öffentlichen Institutionen und Privatsammlungen sowie bei jährlichen Messeauftritten im In - und Ausland zu sehen.

Nach dem Abschluss der Pflichtschule 3-jährige Konditorlehre in Salzburg.
1984 Beginn mit Kalligrafie und Zeichnung
1996 intensive Auseinandersetzung mit der Aquarellmalerei
1998 Beginn mit der Acryl- und Ölmalerei
2001 Ateliereröffnung in St. Margarethen im Lungau
2006 Leitung von Malkursen das ganze Jahr über intensive Auseinandersetzung mit Acryl-Mischtechnik
2007 Präsentation des 1.Werkkataloges
2008 Zusammenarbeit mit zahlreichen Galerien, Leitung von Aquarell- und Acrylmalkursen im Atelier
2009 Artikel über mein künstlerisches Schaffen in der Kunstzeitschrift " Palette und Zeichenstift ", Ausgabe 3

Mitglied beim Tennengauer Kunstkreis
Aktzeichnen bei Prof. Zenzmaier Hallein

Dr. Anton Gugg - Kulturamt der Stadt Salzburg - über Karin Ganatschnig

Farbe bleibt das größte Abenteuer

"Das mächtigste Potential an gestalterischen Möglichkeiten hat sich Karin Ganatschnig vergleichsweise sehr lange aufgespart. Es gibt ja Malerinnen, die sich gleich kopfüber in die Farbe stürzen, ein koloristisches Bachanal veranstalten und nach kurzer Zeit des Berauschtseins von üppigen Ergüssen aus Töpfen und Tuben enttäuscht und ernüchtert sind über schnell erloschene Kräfte. Natürlich ist der unreflektierte Umgang mit dem Farbelement die größte Versuchung, aber auch die größte Gefahr für junge Künstler. Sehr oft wird gleich zu Beginn einer Karriere zuviel Pulver verschossen, verpufft die Möglichkeit zu Entwicklungen in spektakulären Initialwerken.
Karin Ganatschnig hat sich nicht wie so viele andere in frühen Feuerwerken verausgabt. Sie hat es vorgezogen, kleine Schritte in die Richtung malerischer Freiheit zu machen. Solide Auseinandersetzung mit der nahen, vertrauten Welt des Sichtbaren bildete die Voraussetzung für das Eintauchen in die Abenteuer der Abstraktion, des rein Farbigen. Mit aquarellierten Stillleben, Landschaften und Stadtansichten hat sich die Künstlerin ein erstes traditionelles Terrain abgesteckt, das in den vergangenen Jahren langsam und konsequent ausgebaut, aber auch überwunden wurde. Auf diesem sicheren Fundament stehend ist Karin Ganatschnig in der Lage, nach anderen Inhalten, Techniken und Gestaltungsweisen zu greifen. Acryl und Ölfarbe rücken immer mehr ins Zentrum des Interesses, die Materialsprache von farbgetränkten Stoffen, Collagen und Assemblagen begleitet die Erweiterung des bildnerischen Verständnisses. Aber wie auch beim Aquarell versucht die Künstlerin, zuallererst den technischen Anforderungen und Einsatzmöglichkeiten der verschiedenen Farbsubstanzen gerecht zu werden. Kunstharzfarben und natürliche Bindemittel wollen unterschiedlich behandelt werden, Malprozesse verlaufen manchmal diametral, jede Farbe verlangt eine eigene Zeit der Reifung.

Karin Ganatschnig vertraut nicht blindlings den eigenen Emotionen. Sie sichert jeden Griff an den Realitäten des konkreten Malvorganges ab. Nur so kann sie sich letztlich ihren musikalischen Inspirationsquellen, ihrem Hang zu Vision und Poesie hingeben. Klang und Rhythmus sind für sie wichtig, das Schweben zwischen Traum und Wirklichkeit, archäologisch erkundeter Vergangenheit und Zukunftsvorstellungen. Mit ihrer inzwischen reich instrumentierten, freien Malerei möchte sie "abheben", andere, aufregende Räume öffnen. Sie kann es wagen, weil sie auf sicherem Boden steht und Sinn für konkrete Verarbeitung von Materialien hat. Karin Ganatschnig ist heute bei der Farbe als zentrales Medium angekommen. Sie weiß, dass in dem uralten Akt des Malens noch immer das größte Abenteuer stecken kann. Vorsichtig hat sie sich dem Vulkan der Farbigkeit genähert, nicht ohne immer wieder die Beziehung zur "gefühlten" Wirklichkeit, zur nahen, identifizierbaren Welt zu suchen. Diese Spannung ist noch lange nicht erschöpft und verspricht immer neue Variationen des Bildlichen."

Mag.Bernd-F.Holasek, Kunst.Modern.Antik,
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